Wandern entlang der Jagst: Die Stille finden

Wandern | Autorin: Michaela Butz

Unser Weg führt von Heimhausen nach Langenburg. Die Jagst quert mehrmals unsere Pfade. Wir genießen vor allem Bewegung, Ruhe, manchmal sogar Stille. Für eine Führung durch die Krypta in Unterregenbach oder das Schloss Langenburg waren wir allerdings zu spontan unterwegs.

Lesezeit: rund 4 Minuten

Eine überdachte Holzbrücke führt bei Unterregenbach über die Jagst.

Unsere Etappe entspricht der Route 8 des Kulturwanderwegs entlang der Jagst. Die Strecke ist teilweise auch als Pfad der Stille, als Panoramaweg, als Wanderweg des Albvereins oder gar als Kocher-Jagst-Rad-Weg ausgeschildert. Ein richtiger Schilderwald an den Weggabelungen also. Verlaufen ist daher fast unmöglich.

Sommerferien. Ganz schön sonnig. Die Laufdauer ist mit 3,5 Stunden angegeben. Getränke haben wir im Rucksack dabei. Auf dem Weg passieren wir aber gleich mehrere Getränkestationen, die ein Verdursten verhindert hätten.

Bevor es losgeht, parken wir eines unserer Autos in Langenburg, mit dem zweiten fahren wir anschließend zu unserem Ausgangspunkt in Heimhausen. 20 Kilometer Rundweg wären die Alternative. So sind es elf Kilometer – die trauen wir uns auch bei fast 30 Grad zu.

Zunächst geht es am nördlichen Jagstufer vorbei an Schloss Buchenbach nach Eberbach. Eines der vielen Bilderbuchdörfer der Umgebung. Beim Badeplatz am Jagstwehr machen wir eine erste Pause.

Weiter geht es südlich der Jagst nach Unterregenbach. Nun sind wir auf dem Kocher-Jagst-Radweg unterwegs. Das Verkehrsaufkommen ist aber trotzdem mehr als überschaubar.

In Unterregenbach ist die St. Veit-Kirche aus dem 15. Jahrhundert unser Ziel. Unter ihr zwei Vorgängerbauten. Die Fundamentreste sind zugänglich. Leider nicht für uns, denn unter der angegebenen Telefonnummer auf der Luke erreichen wir spontan niemanden. Neben der Kirche stand auch einmal eine Basilika aus dem 10. Jahrhundert. Im Pfarrhof erzählen Mauerreste davon. Der Eingang zur Krypta ist beim Pfarrhaus. Die Krypta ist immer für Besucher geöffnet. Wer tiefer in die Materie einsteigen will, der kann das Grabungsmuseum gleich neben der Kirche besuchen.

Für uns geht es weiter über die Unterregenbacher Archenbrücke. Wir überqueren die Landstraße und biegen auf den Panoramaweg ab. Auf halber Höhe haben wir die Jagst unter uns. Eine Imkerin bereitet ihre Bienen nach zwei Honigernten langsam auf den Winter vor. Das Langenburger Schloss zeigt sich ab und zu von der Ferne. Es liegt hoch oben – ein längerer Anstieg mit Ansage sozusagen.

Auf dem Panoramaweg herrscht wirklich Ruhe. Wir genießen schweigend. Schließlich geht es hinunter zur Landstraße und auf der anderen Straßenseite noch weiter runter zum Rötelbach. Über den Bach führt eine Holzbrücke. Danach lässt uns ein schmaler, steiler Pfad direkt unter dem Schloss Langenburg wieder aus dem Wald auftauchen.

Die letzte Schlossführung um 17 Uhr haben wir verpasst. Zahlreiche schöne Einkehrmöglichkeiten stehen uns aber offen.

Fazit: Wir haben auf schönen und bestens ausgeschilderten Wegen Ruhe und Stille gefunden. Wer Kultur und Wandern verbinden möchte, sollte vorab etwas planen. So können im Vorfeld eine Führung durch die Unterregenbacher Krypta und ein Museumsbesuch vereinbart werden oder die Wanderzeiten mit den Führungsterminen von Schloss Langenburg koordiniert werden.

Links

Dir gefällt, was du hier liest?

Gerne unterstütze ich dich und dein Unternehmen als Texterin und PR-Fachfrau. Schreibe mir ein kurze Mail. Vielleicht der Beginn einer wunderbaren Zusammenarbeit?

0 Kommentare

Dein Kommentar.

Schön, dass du deine Gedanken und Anregungen mit uns teilst.
 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Mehr zum Thema Wandern findest Du hier: