Horaffen-Helferlein: Gemeinsam gegen Corona

Tipp | Autorin: Michaela Butz

Auch wenn wir in diesen Zeiten der zunehmenden Corona-Krise Abstand halten sollen, müssen wir gerade jetzt näher zusammen rücken – heißt es auf der Faceboock-Seite der „Horaffen-Helferlein“. In der Krise will das frisch gegründete Netzwerk diejenigen ehrenamtlich unterstützen, die Hilfe annehmen und brauchen.

Lesedauer: rund 5 Minuten

Noch ist die Ausbreitung des Corona-Virus hoffentlich durch Abstandhalten und Daheimbleiben einzudämmen, doch die Krise ist da. Und sie wird sich wohl verschärfen. Um darauf reagieren zu können, hat sich vor ein paar Tage ein Gruppe von Crailsheimerinnen und Crailsheimer zusammengetan und über Facebook und Instagram ein lokales Helfernetzwerk gegründet. Über die „Horaffen-Helferlein“ unterhielt ich mich mit Mitgründer Joachim Wieler.

Hallo Joachim, in den sozialen Netzwerken bleibt ihr relativ anonym. Stell Euch doch mal kurz vor. Wer genau sind die Horaffen-Helferlein?

Joachim Wieler: Die Idee wurde bei einem Crailsheimer Stammtisch geboren, stand aber bereits nach zwei Tagen auf deutlich breiterer Basis und wird mittlerweile von jungen und nicht mehr so jungen Crailsheimerinnen und Crailsheimer aus nahezu allen Stadtteilen unterstützt. Sehr viele kenne ich persönlich, einige gar nicht. Unsere Treffen müssen ja ab sofort virtuell stattfinden.

Was bietet Ihr an?

Joachim Wieler: Alles, was im Rahmen einer Nachbarschaftshilfe leistbar ist. Das kann ein Einkauf, Kinderbetreuung oder auch das Gassigehen mit dem Hund sein. Pflege schließen wir natürlich aus, ansonsten wollen wir uns nicht gleich beschränken. Wichtig ist, dass sich keiner gefährdet und auch niemand gefährdet wird. Wie die Einzelfälle zu regeln sind, da setzen wir auch auf ein gewisses Schwarmwissen.

Wie kann man Euch unterstützen?

Joachim Wieler: Zunächst können Helferinnen und Helfer Kontakt zu uns aufnehmen und mitteilen, welche Art der Unterstützung sie sich vorstellen können. Wichtig ist auch, dass unser Angebot bekannt wird – auch außerhalb der sozialen Medien. Also einfach weitersagen!

Wie seid Ihr organisiert?

Joachim Wieler: Wir wollen keine große Bürokratie aufbauen. Deshalb haben wir eine WhatsApp-Gruppe angelegt. Dort werden wir die Anfragen von Hilfesuchende veröffentlichen und die Helferinnen und Helfer teilen dann direkt der ganzen Gruppe mit, wenn sie eine Aufgabe übernehmen können. Das kann dann hoffentlich jeder nachvollziehen.

Wie und wann erreicht man Euch?

Joachim Wieler: Unsere Struktur besteht im Moment aus einem Prepaid-Handy, das wir innerhalb der Gruppe weitergeben. Die Nummer bleibt gleich, die Ansprechpartnerinnen und -partner wechseln. Wir haben dadurch keine festen Zeiten und wollen einfach schauen, welche Dynamik mit der Zeit aufkommt.

Eure Hilfe ist komplett kostenlos für die Hilfesuchenden?

Joachim Wieler: Ja, wir arbeiten rein ehrenamtlich und jede und jeder ist für sich selbst verantwortlich.

Was fehlt Euch noch?

Joachim Wieler: Noch ist alles ruhig und es geht vor allem darum, dass wir das Netzwerk aufbauen.

Senioren und Hilfebedürftige sind nicht zwangsläufig in den Sozialen Medien unterwegs. Wie macht Ihr Euer Angebot bekannt?

Joachim Wieler: Gebt einfach unsere Nummer weiter. Da setzen wir auch auf Mund-zu-Mund-Propaganda. Und gerade hat jemand angeboten, Flyer zu erstellen und zu verteilen …

Übersicht: Das bieten die Horaffen-Helferlein

Hilfe für ältere und eingeschränkte Menschen und für Menschen in systemrelevanten Berufen, das heißt:

– Hilfe beim Einkauf
– Botenfahrten
– Kinderbetreuung
– Hilfe bei der Versorgung von Tieren
– Ansprechpartner sein

Kontakt

E-Mail: helferleincr@web.de

Telefon: 01783479890

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